Refertilisierung - AndroDoc - Männermedizin online

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Aktuell berichtet der WZ newsline
Vor rund sieben Jahren hatte Andreas K. eigentlich mit dem Kinderkriegen ... 

ZEITUNGSBERICHT ÜBER
DR. MARTIN PETSCH
Der Urologe Martin Petsch ist ein gefragter Spezialist, um Männer wieder fruchtbar zu machen....

Zum Bericht der WZ newsline 05.05.2014

   
   



Aktuell berichtet die Bildzeitung
Medizinisches Wunder
Sterilisiert, operiert, Treffer, Thor! 

ZEITUNGSBERICHT ÜBER
DR. MARTIN PETSCH
Das Baby mit dem Donnergott-Namen haben die Eltern einem Düsseldorfer Arzt zu verdanken. 

Zum Bericht der Bildzeitung 16.04.2014
   
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Dr. med. Martin Petsch
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Refertilisierung    Mikrochirurgische Refertilisierung
  
Immer mehr Betroffene suchen bei Androdoc.de Informationen zur Mikrochirurgischen Refertilisierung, der Rückgängig- machung der Sterilisationsvasektomie. 
 
Deshalb hier auf der Startseite schon der Link zur Refertilisierungs-Infoseite mit den aktuellen Patienteninfos zum ausdrucken.
 
Dr. Martin Petsch 
LIVE im Fernsehen
 

In einer Reportage des WDR sehen Sie Dr. Martin Petsch 
zum Thema: Refertilisierung 

Der Beitrag ist ca. 5. Minuten und zeigt eindrucksvoll die 
Chance einer Rückgängigmachung der Sterilisation.

 

Aktuelle Presseberichte rund um das Thema: Refertilisierung:

Bitte den gewünschten Presseartikel anklicken. 
Bitte beachten, um die Berichte lesen zu können, benötigen Sie den Adobe Reader.

Refertilisierung
 

Der Begriff "Refertilisierung" leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet soviel wie "Wiederfruchtbarmachung". Unter Refertilisierung versteht man also in der Medizin das Rückgängigmachen einer Sterilisation. Wenn zum Beispiel die Familiensituation sich ändert, oder aber ein bestimmtes gesundheitliches Problem besteht, kann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein Kinderwunsch ermöglicht werden. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf die Rückgängigmachung der Sterilisation / Vasektomie beim Mann wegen erneutem Kinderwunsch.

Die Operation (Refertilisierung) sollte von einem Spezialisten aus dem Bereich der Mikrochirurgie durchgeführt werden, da die Samenleiter mit einem Durchmesser von 0,8 bis 1,2 Millimetern sehr dünn sind. Der innere Kanal, durch den die Samenzellen transportiert werden, ist noch um ein vielfaches kleiner. Um die Schleimhautauskleidung dieses inneren Kanals zu reparieren sind sehr kleine Werkzeuge, extrem feines Fadenmaterial und viel Erfahrung des Operateurs erforderlich.

Zunächst werden die Samenleiterenden sehr vorsichtig freigelegt. Meist reicht eine einzige Öffnung in der Mittellinie des Hodensackes aus, um die Refertilisierung rechts und links über diesen Mittelschnitt durchzuführen. Die Enden der Samenleiter sind nach der Vasektomie vernarbt, deshalb wird ein kleines Stück zusätzlich abgetragen, um frische Schnittränder zu erhalten.

Auch längere Defektstrecken lassen sich fast immer überbrücken.
Anschließend wird etwas Samenflüssigkeit aus dem hodenseitigen Samenleiterstumpf gewonnen und analysiert. Festgestellt wird, ob der Samenleiter vom Hoden bis an die Sterilisationsstelle für Samenflüssigkeit und Spermien noch durchgängig ist. Beurteilt wird hierfür die Fließfähigkeit (Viskosität) und der Samenzellgehalt der Samenflüssigkeiten. Anhand dieser Ergebnisse entscheidet der mikrochirurgische Operateur, ob für die Rückgängigmachung der Sterilisation die Samenleiter - Samenleiter Verbindung (= Vasovasostomie) oder die Samenleiter - Nebenhoden Verbindung
(= Tubulovasostomie) das beste OP Verfahren ist.

Bei der häufigeren Methode, der Vasovasostomie, werden die Samenleiter über ein mehrschichtiges Verfahren wieder miteinander verbunden. Die innersten Schleimhäute der Samenleiter werden mit einer sehr feinen Nadel und Fadenmaterial in Stärke 10-0 miteinander verbunden. Diese Verbindung muss für die Samenflüssigkeit gut durchgängig sein und doch zugleich so flüssigkeitsdicht, dass keine Samenflüssigkeit aus dem Samenleiter austritt.

Falls anhand der intraoperativen Samenzellanalysen und aufgrund einer verminderten Fließfähigkeit des Spermas der Eindruck entstehen, der hodenseitige Samenleiter wäre vielleicht verstopft, so lässt sich diese Occlusion durch eine Samenleiter-Nebenhoden-Verbindung (Tubulovasostomie) oft umgehen. Dieser Bypass stellt noch höhere Anforderungen an das Geschick und die Erfahrung des Mikrochirurgen, da die Nebenhodenkanälchen nochmals kleiner sind als der Samenleiter. Es wird eine End-zu-Seit Verbindung der Samenleiterschleimhaut zu einem Nebenhodenkanälchen mit 11-0 Fäden hergestellt - das dünnste Fadenmaterial, das in OPs überhaupt zum Einsatz kommt. Die Herstellung des Fadenmaterials ist aufwendig und kostspielig.

Die Risiken einer Refertilisierung sind eher gering und nicht höher als bei einer Sterilisation auch. Viele Patienten empfinden die Refertilisierung sogar als weniger belastend als die Vasektomie selbst. Während der mikrochirurgischen Rückgängigmachung der Sterilisation muss natürlich extrem penibel auf eine gute Blutstillung geachtet werden, da schon kleinste Blutungen dazu führen würden, dass der Mikrochirurg nichts mehr erkennen kann. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Durchblutung der Samenleiter bis an den Schnittrand gewährleistet bleibt.

Gelegentlich zeigt sich nach der Operation ein leichter Bluterguss, der sich aber normalerweise schnell wieder auflöst.

Die Rückgängigmachung der Sterilisation (Refertilisierung) kann sowohl als ambulanter als auch als stationärer Eingriff durchgeführt werden. Bei längerer Anreise ist es ratsam, die Nacht nach der OP in der Klinik oder in einem nahegelegenen Hotel zu verbringen.

Die Operation, die Narkose und die OP Kosten müssen in fast allen Fällen, wie ja auch die Sterilisation, vom Patienten selbst bezahlt werden.

Die Gesamtsumme ist in den verschiedenen Zentren sehr unterschiedlich und auch oft wenig transparent, da die einzelnen Positionen zusammengerechnet werden müssen. So ergeben sich Gesamtkosten von 2000 - 6000,- Euro, je nach Operateur und OP Zentrum.

In Düsseldorf sind die Gesamtkosten zu einer Pauschale zusammengefasst, die alle Positionen enthält und auch eine eventuell notwendige Tubulovasostomie mit einschließt - so wissen die Patienten genau, was auf sie zukommt.

Die Dauer des Eingriffs beträgt in etwa 2 bis 3 Stunden, je nachdem, ob eine Tubulovasostomie erforderlich ist oder ob sich die Fruchtbarkeit mit einer Wiederverbindung der Samenleiterenden ( Vasovasostomie ) wiederherstellen lässt.
 
Die Erfolgschancen einer Refertilisierung sind auch nach vielen Jahren Sterilisationsdauer noch günstig, dies wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen.

Bei bis zu 90% der Betroffenen werden zwei bis drei Monate nach der Operation Spermien im Ejakulat nachgewiesen. Bei länger zurückliegender Vasektomie (Sterilisation) liegt diese Rate etwas niedriger - ggf. muss der Operateur hier die Prognose durch eine Samenleiter-Nebenhodenverbindung (Tubulovasostomie) verbessern. Etwa die Hälfte der Männer mit positivem Samenzell-Nachweis nach Refertilisierung erzielen schnell eine Schwangerschaft - natürlich spielt die Fruchtbarkeit der Partnerin für die Prognose auch eine wichtige Rolle. 

Beispielsweise steigen die Aussichten auf Erfolg, wenn eine vorhergegangene Vasektomie nicht länger als 10 Jahre zurückliegt. Jedoch wurden auch schon 20 Jahre und länger nach einer Sterilisation Spermien durch eine Refertilisierung Schwangerschaften erzielt. Je kürzer der Zeitraum zwischen den beiden Eingriffen ist, desto höher ist die Chance auf eine erfolgreiche Befruchtung.

Auch muss vorher abgeklärt werden, ob die Partnerin fruchtbar ist, da die Fertilität mit dem Alter abnimmt.

Entscheidend für den Erfolg einer Refertilisierung sind zum einen die chirurgische Ausstattung, zum anderen die Erfahrung des Arztes. Deshalb sollte ein solcher Eingriff nur bei einem kundigen Operateur mit der entsprechenden Ausstattung erfolgen. Zwingend erforderlich ist die Verwendung eines Operationsmikroskops - der Patient sollte sich im Zweifel vergewissern, dass dem Operateur tatsächlich ein geeignetes OP Mikroskop zur Verfügung steht. Zahlreiche ‚Gelegenheitsoperateure' bieten leider die Refertilisierung als Selbstzahlerleistung an und verfügen aber gar nicht über die Erfahrung und die Ausrüstung um den Eingriff der Refertilisierung (Rückgängigmachung der Sterilisation beim Mann) fachgerecht aufzuführen.

Es ist anzuraten, dass der Operateur mindestens 30 Refertilisierungen pro Jahr ausführt. Diese OP Frequenz erreichen in Deutschland nur wenige Zentren (nach unserer Einschätzung nur ca. 10-12 Operateure). Wenige Operateure sind schwerpunktmäßig auf Refertilisierungen spezialisiert und führen pro Jahr über 100 Refertilisierungen aus - in Deutschland erreichen nur 3-4 Operateure diese dann auch international außergewöhnlich OP Zahl.
 
Die Beratung kann bei einem Urologen oder Organisationen wie pro famila stattfinden.

Aufgrund der hohen Erfolgsquote, den geringen Risiken und den vergleichsweise niedrigen Kosten wird die Refertilisierung immer beliebter und bietet gleichzeitig die einzige Möglichkeit, eine vorherige Sterilisation rückgängig zu machen.

Forum: Thema Refertilisierung Dr. Martin Petsch